Trixi.com
04-06-2005, 22:37
http://www.f-r.de/_img/fr/titel_fr.gif (http://www.f-r.de/?sid=e79d640f8c63655890e0e34cbadf7a4f)
Mit dem Fahrrad-Taxi ein Jahr lang durch Europa
Frankfurter Weltenbummler will mit seiner Tour um Spenden für Parkinson-Kranke werben / Erste Etappe führt ihn rheinabwärts
Der Frankfurter Rikscha-Taxifahrer Werner Stüber ist zu einer einjährigen Rikscha-Fahrt durch Europa aufgebrochen. Auf der 15 000 Kilometer langen Tour will er Spenden für einen Parkinson-Selbsthilfe-Verein sammeln.
http://www.f-r.de/no.gif
Frankfurt · 1. juni · sgey · Ein letztes Mal muss er an der roten Ampel vor der Hauptwache warten. Dann radelt er mit seinen Rikscha-Kollegen noch einmal die Zeil hinab, bevor er seine Heimatstadt Frankfurt eine Weile nicht mehr sehen wird. Als der Rikscha-Taxifahrer Werner Stüber in der Innenstadt seine 15000-Kilometer-Tour startet, begleiten ihn elf strampelnde Kollegen im Konvoi bis zur Stadtgrenze.
Von dort an ist Stüber auf sich gestellt: Am Main entlang fährt er bis nach Wiesbaden, von da rheinabwärts über Koblenz und Köln bis Rotterdam. Ein Jahr lang will der durchtrainierte 59-Jährige unterwegs sein, täglich 50 Kilometer schaffen - allein mit seiner Muskelkraft: Stüber fährt ein "Velo-Taxi" - eine Fahrradrikscha, die zwar hochmodern konstruiert und ausgerüstet ist. In die Pedale muss er aber selbst treten.
"Ich habe mein Zelt, Gepäck und Proviant dabei", sagt er. "Insgesamt muss ich 300 Kilo in Fahrt setzen." Nach ersten Trainingstouren - zuletzt 700 Kilometer nach Bad Kissingen - ist Stüber von sich überzeugt. Für jeden Kilometer möchte er mindestens einen Euro für den Parkinson-Selbsthilfe-Verein Schneckenhaus im hessischen Florstadt-Staden sammeln. "Wir freuen uns enorm über den Spenden-Marathon", sagte der Vorsitzende Hermann Terweiden. "So können wir mit einer positiven Aktion von uns reden machen."
Als erste Ziele hat sich Stüber Holland, Luxemburg und Belgien ausgesucht. "Einen engen Zeitplan habe ich nicht", sagt er. "Aber bis Mitte Oktober möchte ich in Spanien ankommen, um dem Winter zu entfliehen." Dort besucht ihn dann seine Lebensgefährtin, die ihn zu der Abenteuerreise durch Europa inspirierte: Renate Kreiling leidet seit 14 Jahren an der unheilbaren Parkinson-Krankheit. Bei klarem Verstand verliert sie mehr und mehr die Kontrolle über ihren Körper.
"Als wir uns kennen lernten, war die Krankheit schon ausgebrochen", sagt sie. "Obwohl Werner immer ein Weltenbummler war, hat er für mich bisher aufs Reisen verzichtet." Nun will er mit seiner Mammut-Tour auf die Krankheit aufmerksam machen, die allein in Deutschland mehr als 200 000 Menschen die Mobilität kostet.
(Thanx Andrea for this hint ;-)
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Mit dem Fahrrad-Taxi ein Jahr lang durch Europa
Frankfurter Weltenbummler will mit seiner Tour um Spenden für Parkinson-Kranke werben / Erste Etappe führt ihn rheinabwärts
Der Frankfurter Rikscha-Taxifahrer Werner Stüber ist zu einer einjährigen Rikscha-Fahrt durch Europa aufgebrochen. Auf der 15 000 Kilometer langen Tour will er Spenden für einen Parkinson-Selbsthilfe-Verein sammeln.
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Frankfurt · 1. juni · sgey · Ein letztes Mal muss er an der roten Ampel vor der Hauptwache warten. Dann radelt er mit seinen Rikscha-Kollegen noch einmal die Zeil hinab, bevor er seine Heimatstadt Frankfurt eine Weile nicht mehr sehen wird. Als der Rikscha-Taxifahrer Werner Stüber in der Innenstadt seine 15000-Kilometer-Tour startet, begleiten ihn elf strampelnde Kollegen im Konvoi bis zur Stadtgrenze.
Von dort an ist Stüber auf sich gestellt: Am Main entlang fährt er bis nach Wiesbaden, von da rheinabwärts über Koblenz und Köln bis Rotterdam. Ein Jahr lang will der durchtrainierte 59-Jährige unterwegs sein, täglich 50 Kilometer schaffen - allein mit seiner Muskelkraft: Stüber fährt ein "Velo-Taxi" - eine Fahrradrikscha, die zwar hochmodern konstruiert und ausgerüstet ist. In die Pedale muss er aber selbst treten.
"Ich habe mein Zelt, Gepäck und Proviant dabei", sagt er. "Insgesamt muss ich 300 Kilo in Fahrt setzen." Nach ersten Trainingstouren - zuletzt 700 Kilometer nach Bad Kissingen - ist Stüber von sich überzeugt. Für jeden Kilometer möchte er mindestens einen Euro für den Parkinson-Selbsthilfe-Verein Schneckenhaus im hessischen Florstadt-Staden sammeln. "Wir freuen uns enorm über den Spenden-Marathon", sagte der Vorsitzende Hermann Terweiden. "So können wir mit einer positiven Aktion von uns reden machen."
Als erste Ziele hat sich Stüber Holland, Luxemburg und Belgien ausgesucht. "Einen engen Zeitplan habe ich nicht", sagt er. "Aber bis Mitte Oktober möchte ich in Spanien ankommen, um dem Winter zu entfliehen." Dort besucht ihn dann seine Lebensgefährtin, die ihn zu der Abenteuerreise durch Europa inspirierte: Renate Kreiling leidet seit 14 Jahren an der unheilbaren Parkinson-Krankheit. Bei klarem Verstand verliert sie mehr und mehr die Kontrolle über ihren Körper.
"Als wir uns kennen lernten, war die Krankheit schon ausgebrochen", sagt sie. "Obwohl Werner immer ein Weltenbummler war, hat er für mich bisher aufs Reisen verzichtet." Nun will er mit seiner Mammut-Tour auf die Krankheit aufmerksam machen, die allein in Deutschland mehr als 200 000 Menschen die Mobilität kostet.
(Thanx Andrea for this hint ;-)
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