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Thread: Akzeptanz des Rikschabetriebes in Deutschland

  1. #21
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    Default Das Biz ist nicht leicht.

    Man kann es nicht auf die simple Formel bringen: Technik = Jobkiller. Ich hatte noch Schreibmaschinenunterricht und als Billy-Boy DOS entwickelte und IBM den Massenmarkt eroberte, dachten wir alle: Jobkiller. Das gehört zur Evolution - jetzt gibt es das Rickshawforum und wir verdienen mehr Geld, haben mehr Urlaub und arbeiten weniger. Ich liebe die Technik

    Ich halte es auch für weltfremd, die Rikschas als die ultimative Lösung des innerstädtischen Nahverkehrs anzupreisen. Wenn überhaupt, können diese Teil eines Gesamtkonzeptes sein. Rikschas werden nicht die Umweltverschmutzung, noch die das hohe Verkehrsaufkommen drastisch reduzieren. Sind wir doch ehrlich: Rikschas sind ein Tropfen auf den heissen Stein. Was ich viel wichtiger finde, dass wir Alternative aufzeigen: Es geht auch anders. Dieses Signal ist vielleicht wichtiger als sonstwas. Natürlich sind wir alle für die Senkung der Emissionen - aber wie hoch ist der Beitrag mit 8 Rikschas in Barcelona oder mit 4 in Trier oder mit 80 Velotaxen in Berlin oder mit 300 Rikschas in London? Kaum messbar. Zumal die Gäste, die in die Rikscha steigen, ein öffentliches Verkehrsmittel nutzen würden, gäbe es uns nicht.
    Aber als Teil des gesamten Konzeptes sind wir wichtig. Viele Sandkörner sind ein Strand . Unsere Präsenz gibt vielen einen Denkanstoss und wir bekommen es nicht einmal mit, sondern machen es ausschliesslich an den Tageseinnahmen aus. - Wir können keinen in unsere Rikscha prügeln und behaupten, er würde den Planeten retten, wenn er aufsteigt. Mann, es geht um Fun.

    Na gut, Du musst eben auch Rechnungen bezahlen. Deshalb sollte die Frage nicht vergessen werden: Was will der potentielle Kunde? Was Du willst ist wichtig. Aber man sollte bei allem guten Willen, die Welt zu verändern nicht vergessen, dass der Endkunde so weit evtl. gar nicht denkt und der Fun-Faktor eine Rolle spielt. Das dies direkt dem Umweltschutz hilft ist schön, aber für den Kunden nicht vorrangig. Eine Win-Win-Situation.
    Der Fun-Faktor ist ein Freizeitfaktor. Der innerstädtische Verkehr aber in der Regel wenig spassbehaftet...Solange Rikschas nicht so billig sind wie eine Einzelfahrt mit der Monatskarte (ÖPNV), wird man die Einheimischen in der Masse nicht überzeugen können....Rikschafahren ist exklusiv, machen wir uns nichts vor. Es ist eben nicht das Verkehrsmittel, dass ich jeden Tag benutze, sondern evtl. mit meinen Kindern am Sonntag (Fun-Faktor).


    Der Witz ist, dass Du jeden Tag 80 bis 100 Euro als Fahrer verdienst (oder was auch immer), der Kunde glücklich ist und nebenbei ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird.

    Und die Frage ist nicht, warum der Rest der Welt nicht erkennt, warum die Rikscha die Lösung ist. Man sollte das nicht so verbissen sehen. Wer aufsteigt, denkt meist an eine schöne Viertelstunde, als an die Scheiss-Umweltverschmutzung. Würde der Passagier immer nur daran denken, dass die Welt zugrunde geht, dann müssten wir ihm was bezahlen .

    Kann ich Dich mal telefonisch erreichen? Ein kleiner Schnack wäre super interessant. Mein Grundgedanke: Das Gleichgewicht finden zwischen unternehmerischer Tätigkeit und die Welt zu verbessen. Im Rikschabiz geht beides Hand in Hand und das eine ist ohne das andere nicht möglich.

    War ich zu direkt? Sorry.
    Gruss
    Last edited by Trixi.com; 18-08-2005 at 00:57.
    Saludos

    Gerald
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  2. #22
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    Hallo Gerald,
    es ist nicht mein Wille die Welt zu verändern, ich stehe einfach nur da und sehe und staune und erkenne so dies und das. Dass ich nun mal zufällig, weil ich anscheinend eine Affinität dazu habe, zur Fahrrad-Taxe gekommen bin ändert nichts daran, dass ich mich schon immer für das interessiert habe, was gut ist, bzw. was ich für gut halte.
    So setze ich mich eben jetzt mit dieser Situation auseinander. Dabei ist der Anfang der Auseinandersetzung immer der Teil, wo sich die Erfahrungen überstürzen, und der Teil, wo es nicht immer leicht ist zu unterscheiden, welche Erfahrung in welche Ecke gehört, was womit zusammenhängt, und welche Fehler ich noch nicht erkannt habe.

    Natürlich benutze ich auch High-Tech, das ist gar keine Frage, ich habe auch gar kein Problem damit und mit Evolution schon gar nicht.

    Vielleicht ist es nur die für mich neue Situation, die ich noch nicht ganz verstehe.

    Aber: Wieso fahren in Köln nicht 500 statt 10 Rikschen, wieso sind 8 Rikschen für Barcelona genug? Menschen sind genug da, die fahren könnten. Mit 100 Rikschen in Trier könnte der gesamte Innenstadtverkehr völlig umgekrempelt sein und das nicht zum Nachteil von ÖNV und Autotaxen, denn die Taxen könnten endlich mal so richtig im Vollen schwelgen, weil sie nur noch die lukrativen weiteren Fahrten abbekämen, und Busse würden rund um die Innenstadt mit ca. 8 Haltestellen auskommen.

    Ich weiß nicht, warum ich so denke, warum ich diese Vorstellungen so klar sehe, dass sie fast greifbar erscheinen und ich weiß auch nicht, warum Menschen das nicht sehen und meine Gedanken für utopisch oder weltfremd halten. Dass ich diese Gedanken zu den Dingen mit denen ich mich beschäftige habe, kenne ich seit langem. Mir geht es immer so; das hat mit Verbissenheit gar nichts zu tun.
    Ich denke einfach und dabei kommt eben das raus was rauskommt. Dabei kann ich auch falsch liegen, und Erfahrungen auf eine verkehrte Weise deuten. Natürlich.

    Doch wie auch immer ich halte die derzeitige Auslastung für viel zu wenig um eine alltägliche Fahrrad-Taxi-Beförderung zu etablieren. Da das nun aber meine Zielvorstellung ist und eben nicht einfach nur ein paar Rikschen laufen zu haben, bin ich mir gegenüber in der Pflicht die Fragen zu stellen, die dazu aufkommen und die Situation zu klären. Dabei gehe ich einfach Schritt für Schritt weiter und so werde ich in naher Zukunft die notwendigen Vorgehensweisen erkannt haben und meine Zielvorgaben auch erreichen oder eben aufgeben, wenn ich die Sinnlosigkeit des Unterfangens erkenne.

    Ihr beide blast gerade ziemlich heftig in das Horn "Anfänger". Das ist schon OK, doch damit könnt ihr nicht wegleugnen, dass das Rikschageschäft in Barcelona oder Köln im Vergleich zum Eisgeschäft derselben Städte ein laues Lüftchen ist.
    Und als Nichtanfänger ist es wahrscheinlich noch schwerer sich einzugestehen, dass man nicht imstande war aus dem Geschäft in einer angemessenen Zeit ein blühendes reiches Feld zu machen. Der Nichtanfänger hat oft schon so viel Erfahrung, dass er vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.
    Gruß und gute Nacht
    Martin

  3. #23
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    Default Falsch verstanden.

    Vielleicht ist meine Botschaft nicht richtig angekommen. Sehr wahrscheinlich sogar.

    Du sagst, dass Du die Welt nicht verändern willst. Aus dem was ich von Dir lese, ist das Gegenteil der Fall. Und das ist gut so. So ziemlich jeder der im Rikschageschäft ist, will die Welt verändern.

    Selbstverständlich ist es richtig, dem Umweltschutzgedanken den Stellenwert zu geben, den er verdient. Natürlich bin ich für eine Vision und ich habe selbst eine. Aber zwischen den aktuell Machbaren und der harten Realitatät und der Vision klaffen oftmals Kilometer. Wir machen viele kleine Schritte, statt einen oder zwei grosse. Die Situation ist so. Beharrlichkeit zahlt sich am Ende aus.

    Wir haben in Barcelona nur 8 Fahrradtaxen (Velotaxis). Sicher, die Arbeitsrechtliche Situtation etc. ist ganz anders als in Deutschland, deshalb kann man schlecht Köln mit Barcelona vergleichen.

    Ich habe auf dem Rathausplatz monatelang gestanden und Unterschriften für die Genehmigungen gesammelt, mich mit dem Bürgermeister gezankt und bin bei so ziemlich allen Vereinen gewesen um Unterstützung zu finden und dank dieses langen Kampfes habe ich diese auch gefunden und die Genehmigungen nach 3 Jahren bekommen.

    Wir haben mit 6 Fahrzeugen angefangen und 100 % Werbeauslastung. 2004 haben wir 2 Velotaxen dazu gekauft und ebenfalls eine Saison mit 100 % Werbeauslastung erreicht. Ebenso dieses Jahr, 2005. Leider haben wir nicht mehr als 8 Fahrzeuge werbemässig ausgelastet bekommen, wir sind aber im Aufwind und für 2006 haben wir einen Vorvertrag für mehr als 8 Fahrzeuge und die gesamte Saison.

    Ich sage, dass nicht um zu prahlen. 8 Fahrradtaxen in Bewegung sind besser als 500 in der Garage, weil kein Mensch draufsteigt.

    Du sagst, es gibt Menschen genug, die draufsteigen könnten und vergleichst das auch mit dem Eiskonsum und dem Umsatz der Speiseeisindustrie.

    Wenn wir es aber mit dem Personentransport vergleichen, haben wir ein echtes Handicap:

    - Kurzstrecken kann man laufen und es tut auch gut und macht Spass.
    - Auf "Langstrecken" sind wir nicht wettbewerbsfähig, weder zeitlich noch preislich.
    - Die Transportkapazität ist auf 2 beschränkt (Taxi 4 Personen).
    - Der Bürger dreht jeden Pfennig zweimal um. Warum sollte er 2,50 Euro für eine Kurzstrecke ausgeben? Viele laufen bei den Preisen lieber oder er benutzt seine Monatskarte.

    Solange Rikschas auf der Kurzstrecke nicht so billig sind wie z.B. umgerechnet eine Fahrt mit der Monatskarte, wird man den durchschnittlichen Einwohner vermutlich nicht überzeugen können. Und diese Preise kann ein Rikschaunternehmer nicht anbieten und genau aus diesem Grund wird es immer etwas besonderes sein mit der Rikscha zu fahren.

    Beispiele wie Dhaka sind nicht auf Europa übertragbar. Und eigentlich kann man den ÖPNV auch nicht auf uns übertragen oder als Vergleich heranziehen, da wir ja keine Subventionen bekommen.

    Auf jeden Fall muss das Motto heissen: Nur nicht aufgeben. Dranbleiben. Du betreibst den Laden gerade mal 2 Monate. Lang genug, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Zu kurz aber, um frustriert zu sein.

    Entscheidend ist, dass der Laden überlebt und früher oder später mindestens eine schwarze Null in der Bilanz steht. Aber jeder Betreiber ist auch Unternehmer und will oder muss davon leben. Leicht hat es keiner, nicht mal wir in Barcelona. Werbung zu verkaufen ist knallhart.

    Aber die Welt verändern wir nur, wenn wir da sind mit unseren Rikschas. Allerdings: Bevor eine grosse und greifende Kampagne das Bewusstsein bei den Leuten beeinflusst, gibt es so manchen Rikschabetreiber schon nicht mehr um das mal überspitzt zu sagen. Deshalb müssen die Probleme auch lokal gelöst werden, nicht nur international / überregional.

    Der Rikscha auf die Sprünge helfen kann man, wenn "Berühmtheiten" draufsteigen, der Bürgermeister, die Schützenkönig, ein Artikel in der Presse, Radiointerview, etc. Ich habe viele Sachen kostenlos gemacht am Anfang und mache diese immer noch. Dies hat unserem Betrieb geholfen, das Fahrradtaxi zu stärken. In der Saison bekommen wir regelmässig gute Berichterstattung und so wird die Nachricht vom Service auch in den letzten Hinternhof getragen. Sicher sind das keine Geheimtipps, aber wichtige Komponenten.

    Einfach dranbleiben, dran glauben, den wirtschaftlichen Erfolg immer vor Augen behalten.

    Ich melde mich heute mal per Telefon.

    Sonnige Grüsse aus Barcelona
    Last edited by Trixi.com; 18-08-2005 at 14:02.
    Saludos

    Gerald
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  4. #24
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    Default Vision

    Hallo makk,

    Ich hab jetzt auch mal eine kleine Vision geschrieben, nur halte ich die Umsetzung halt für schwieriger, aber auch nicht unmöglich:
    http://www.beepworld.de/members89/cyclo/vision.htm

    Gruß, Lutz

  5. #25
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    Default Vision und Wirklichkeit

    Vision und Wirklichkeit sind nicht so weit auseinander. 4 Meter und wir haben es geschafft, ausgenommen die niedliche Fahrerin , die wachsen nicht auf Bäumen .

    Kannst Du den Beitrag hier posten, statt forzuwarden / zu verlinken?

    Herzlichst
    Saludos

    Gerald
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  6. #26
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    Hallo Gerald,

    die beiden Artikel hintereinander:
    Lutz - Das ist immer so bei neuer... und
    Du - Das Biz ist nicht leicht
    waren für mich nicht leicht "richtig" zu verstehen, falls es sich nicht um eine Belehrung eines blutigen Anfängers handeln sollte.

    Wenn ich schreibe, dass ich die Welt nicht verändern will, dann meine ich das so mit der Betonung auf "wollen". Nicht ich will, sondern dadurch, dass ich an irgendeiner Front stehe und nur gerade mal das tue, was ich als notwendig empfinde, entsteht ein Kraftfeld das dazu führt, dass dadurch die Welt verändert wird. Das suche ich mir nicht aus, das kann ich gar nicht verhindern.

    Zu Deinem Geschäft in Barcelona:
    Alle Achtung vor Deinem Durchhaltevermögen bei 3 Jahren Behörden-Kram bis mal was in die Gänge kommt.

    Das Velotaxi-Geschäft verstehe ich folgendermaßen:
    Wenn eine Velotaxi beworben werden kann, dann kann sie auf die Straße.
    Wenn eine Velotaxe nicht beworben werden kann, dann kann sie nicht auf die Straße.
    Wenn eine beworbene Velotaxe auf der Straße steht, dann kann der selbständige Subunternehmer-Fahrer damit sein Einkommen im Beförderungsgeschäft machen oder nicht, wie er eben damit zurechtkommt.
    Das Hauptgeschäft ist die Werbung und die Personenbeförderung eine Art Abfallprodukt, damit die Fahrerkosten das Werbegeschäft nicht beeinträchtigen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist meine Zielsetzung von vornherein anders:
    Ich kalkuliere ein Fahrer-Jahres-Einkommen das zum Leben ausreicht und rechne das runter auf die gefahrenen Rikschastunden bei 5 Fahrstunden an 20 Tagen in 8 Monaten pro Jahr. Das sind etwa 18,-€ pro Fahrstunde. Bei einer Auslastung von ca. 30% ist dafür eine Tagespräsenzzeit von 16 - 17 Stunden notwendig. bei 40 % Auslastung wäre die Tagespräsenzzeit von ca. 13 Stunden ausreichend. Die Fahrzeugkosten: Abschreibung, Werktstatt, Garage, Büro und Versicherung und die Umsatzsteuer kommen hinzu, eine kleine Gewinnspanne und schon bin ich bei 24,-€ Verkaufspreis.

    Das heisst im Klartext, dass ich erst dann verdiene, wenn viele Rikschen viele Fahrgäste befördern und dass ich mit wenig Kundschaft wenig zu essen habe.

    Je nach Auslastung verändert sich der Präsenzstundenumsatz des Fahrers beträchtlich:
    100% Auslastung: 18,- €/Std
    50% Auslastung: 9,- €/Std
    30% Auslastung: 5,40€/Std
    20% Auslastung: 3,60€/Std
    Dabei gilt es schon auch zu bedenken, dass die Fahrer während der Präsenzzeit etwas leisten, auch wenn sie nicht unter Belastung Personen transportieren. Je nach Auslastungsgrad kann ich Fahrer finden oder eben nicht. Geringe Auslastung bewirkt, dass kein Fahrer bereit ist für das Geld auf die Straße zu gehen. Hohe Auslastung bewirkt, dass ich auch Fahrer finden kann.

    Aus der oben aufgezeigten Rechnung ergibt sich mein Fahrpreis, der der erbrachten Leistung entspricht. Werbeeinnahmen kalkuliere ich aus drei Gründen nicht in den Fahrpreis mit ein:
    1. Werbeeinnahmen können für Investitionen genutzt werden solange das noch geht.
    2. Werbung auf der Rikscha kann gegen Eigenwerbung getauscht werden (Bannertausch), dabei entstehen gar keine Einnahmen.
    3. Werbeeinnahmen sind nicht stabil; die Einnahmen aus der Werbung werden in dem Maße abnehmen, wie die Fahrradtaxen im Stadtbild zur Alltäglichkeit werden. Mein Ziel ist diese Alltäglichkeit und darum werden die Werbeeinnahmen irgendwann ausbleiben. Die Flächen können weiterhin für Werbung genutzt werden, jedoch bleibt praktisch davon kaum ein Gewinn. Die Flächen können aber auch zur Verschönerung der Fahrzeuge benutzt werden, eine reizvolle Alternative, die schon Lutz erwähnt hat.

    Die Velotaxi-Maxime: "Werbung auf Rädern" ist meines Erachtens kein Weg, mit dem meine Zielsetzung (Alltagstauglicher Fahrrad-Taxi-Dienst) erreichbar ist. Dabei halte ich die Teilstrecke hoch, die durch die Velotaxi-Praxis auf dem Weg zu meiner Zielsetzung zurückgelegt wurde. Ich bin dafür dankbar, dass Velotaxi durch seine Praxis die Präsenz der modernen Rikschen in Europa so weit gesteigert hat, dass mittlerweile nahezu alle Großstädte mit einigen Fahrzeugen ausgestattet sind. Weil aber durch den Bewerbungszwang praktisch die Werbeeinnahmen die Anzahl der Fahrzeuge auf den Staßen diktieren ist ein weiteres Wachstum auf dieser Schiene nicht möglich.
    Ohne weiteres Wachstum ist eine alltägliche Personenbeförderung aber nicht zu erreichen. Alltäglichen Taxidienst könnte ich in Trier ab ungefähr 20 Fahrzeugen anbieten und diese Fahrzeuge brauchen alle eine Auslastung von ungefähr 30 bis 40%.

    Wenn wir bislang diskutiert haben über Auslastung und Akzeptanz, dann wurde die Zielsetzung noch nicht ordentlich gegeneinander abgegrenzt.
    Bei meiner Zielsetzung bin ich auf Akzeptanz ganz anders angewiesen als Velotaxi bei seiner; wohlgemerkt sofern ich die Velotaxi-Maxime richtig verstanden habe.

    Lass uns das erst abklären bevor wir weiter in die Diskussion um Maßnahmen zur Erhöhung der Akzeptanz einsteigen.

    Soweit ich mit Velotaxi-Idealen im Klaren bin ist hier die Akzeptanz der Beförderung durch die Fahrzeuge eine Frage der "Bewegung" der Werbung, die dem Werbepartner versprochen ist.
    Je weniger Akzeptanz umso weniger Bewegung der Rikschen. Dabei ist zu beachten, dass die Werbeträger (Velotaxen) auch ohne Fahrgäste bewegt werden könnten, indem einfach Fahrer eingestellt werden, die dafür sorgen. Dann braucht der Fahrer auch keinen Motor, weil er ja viel weniger Gewicht zu transportieren hat, dann genügt auch ein weniger stabiler Rahmen um den nur eine Webefläche herumgebaut werden muss, dann allerdings schmälern die Fahrerkosten die Werbeeinnahmen.

    Berichtige mich, wo ich falsch liege.

    Wenn Dein Anliegen an die Akzeptanz der Fahrrad-Taxen in Europa eher ein Thema ist, das man mal schön im Kreise von Kollegen diskutieren kann und danach beglückt über das "gute Gespräch" ins Bett fällt um am nächsten Tag ohne Kopfschmerzen aufzuwachen und sich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen, dann reden wir aneinander vorbei.
    Lutz scheint davon sehr angetan zu sein seine Gedanken dazu zu vermitteln, er ist meines Erachtens davon so betroffen wie eine Ameise in Afrika von der Beulenpest in Indonesien.
    Für mich ist das ein Thema, das mein Geschäft am Arsch beisst und rüttelt wie ein tollwütiger Hund. Für mich hängt sein oder nicht sein davon ab.

    Ich glaube, dass wir uns richtig verstehen sollten um dem Thema weiter nachzugehen. Schade finde ich, dass bislang kein anderer Betreiber sich gemeldet hat, der ein Anliegen wie ich hat.
    Mag sein, dass ich mich in ein Geschäft verrenne, was keine Aussicht auf Erfolg hat; noch kann ich das nicht so sehen, weil ich das Straßengeschäft in den drei Monaten wirklich erlebe und dabei den Eindruck gewinne, dass eine Art Ruck fehlt, der die Lawine auslöst, die ich spüre.

    Deine 4 Handycap-Argumente solltest Du Dir nochmal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Stimmen sie wirklich?
    Wie kommt es, dass ich für eine Fahrt 2,80€ verlange und 3€ bekomme?
    Wie ist das mit dem Eis? Ist Eis essen wirklich lebensnotwendig?
    Können 40000 Leute die für 10000€ am Tag Eis essen nicht auch 5000€ für Beförderungskomfort ausgeben?
    Ist eine 2,50€ Busfahrt mit 3,-€ Fahrradtaxi-Fahrt vergleichbar?
    Ist die billigere Alternative notwendig zu wählen?

    Du schreibst:
    "und genau aus diesem Grund wird es immer etwas besonderes sein mit der Rikscha zu fahren."
    1. Du zementierst die Besonderheit der Rikscha.
    Das ist eine Meinung, die ich nicht teile.
    Genauer gesagt:
    Einerseits halte ich die Besonderheit der Rikscha für gegeben durch ihre Offenheit, ihre Langsamkeit, ihre Umweltfreundlichkeit, ihre Möglichkeit zur Kommunikation mit Umstehenden etc.
    Andererseits ist die Besonderheit der Rikscha durch ihren geringen Anteil an der alltäglichen Personenbeförderung und durch die geringe Anzahl an Rikschen auf unseren Straßen bedingt und für mich ein Scheusal, das es zu bekämpfen gilt.
    Wenn die Anzahl der Rikschen auf den Straßen der Innenstädte wächst, dann schwindet die Besonderheit der Rikscha andererseits obwohl die Besonderheit der Rikschen einerseite bestehen bleibt.
    2. Du schreibst Besonderheit mit kleinem "b".
    Ein witziger und doch interessanter Fehler, nicht?
    Welche Besonderheit hast Du zementiert?

    Dranbleiben und nicht aufgeben, das sehe ich auch so. Irgendwann hatte ich in einem meiner Sätze etwas von "Aufgeben" geschrieben. Damit hatte ich das Aufgeben meiner Zielsetzung gemeint. Praktisch hätte das zur Folge, dass ich auch den Rikschabetrieb einstellen würde, weil eine andere Zielsetzung nicht mein Ding ist.

    Dir ist doch hoffentlich klar, dass Velotaxi wenn ich richtig liege mit meinem Verständnis die Beförderungspreise genauso kalkuliert, wie ich, wenn die Werbeeinnahmen das Geschäft sind, und die Personenbeförderung dazu da ist für die Bewegung zu sorgen ohne das Werbegeschäft zu beeinträchtigen, dann fahren die Fahrer Preise, die ihnen gut tun. Genau der Preis, der ihrer Leistung angemessen ist. Das ist dasselbe, was ich auch mache.

    Der Preis stimmt zur Leistung soweit Velotaxi keine Preise subventioniert.
    Wenn Velotaxi anfängt diese Preise zu subventionieren, dann stimmen sie nicht mehr. Dann kann ein Martin Kästle eine zeitlang korrekt kalkulierte Preise nur fahren, wenn er keine Velotaxi-Konkurrenz in Trier hat.
    Damit könnte Velotaxi kurzfristig eine alltägliche Personenbeförderung abblocken, damit würde Velotaxi aber einen Markt schaffen genau für die alltägliche Personenbeförderung und diesen Markt könnte Velotaxi aufgrund der zu geringen Anzahl von Fahrzeugen nicht sättigen. Velotaxi schafft sich so oder so seine eigene Konkurrenz. Velotaxi ist ein Saurier im Rikschageschäft der nächsten 5 bis 10 Jahre. Werbung auf Rädern ist ein Konzept, das sich selbst abschafft: (Evolution - Du kennst den Begriff)

    Soweit Du auf Velotaxi schwörst, solltest Du Dir Gedanken machen darüber, was Du für eine Kampagne unterstützen willst und wofür.
    Besonderheit der Rikscha ist das Geschäft von Velotaxi. Niedrige Preise sind das Geschäft von Alltäglichen Rikschen und Velotaxi hat mit niedrigen Preisen begonnen. Alltäglichkeit der Rikschen ist der Feind der Besonderheit der Rikscha. Hohe Preise zu fahren ist nicht mehr möglich. Noch niedrigere Preise zu fahren beschleunigt die Entwicklung zur Alltäglichkeit.
    Siehst Du hier einen Ausweg für Velotaxi?

    Soweit für heute,
    Gruß Martin

  7. #27
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    Default Beliebtheit dieses Threads.

    Zunächst muss ich sagen: Dieser Thread macht echt Spass, denn er geht in die Tiefe. Ich sehe auch, dass fast 500 Menschen diesen Thread in den letzten Stunden gelesen haben: Meldet Euch zu Wort.

    Ich gehe morgen auf die Argumente ein, sehe aber, dass wir in die gleiche Richtung laufen. Gestatte mir als Auslandsdeutschen, der mehr als 1/3 seines kurzen Lebens nicht in Deutschland verbracht hat, "Besonderheit" mit kleinem b zu schreiben, meinen Word-Korrektor habe ich für die katalanische Sprache

    Gutes Nächtle.
    Last edited by Trixi.com; 19-08-2005 at 01:17.
    Saludos

    Gerald
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  8. #28
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    Default Alltäglichkeit <-> Besonderheit

    Hallo,
    "Ihr beide blast gerade ziemlich heftig in das Horn "Anfänger""
    "Lutz - Das ist immer so bei neuen Angeboten"

    Mein Satz hatte mit deiner Person nichts zu tun und wollte dich auch nicht als Anfänger darstellen. Ich wollte halt nur sagen, dass die Leute sich mit neuen Sachen immer schwer tun, ist also keinesfalls negativ oder so zu werten.

    "Alltäglichkeit der Rikschen ist der Feind der Besonderheit der Rikscha"

    Das würde ich nicht so pauschal sagen. Die Rikschas können auch etwas besonderes sein, aber trotzdem alltäglich sein. Sorry, aber da komm ich schonwieder mit den Rikschas aus Bangladesh an. Diese Rikschas dort dienen der alltäglichen Mobilität, aber sie sind zweifelsohne Fahrzeuge, die so schön sind, das ihre Besitzer sehr stolz darauf sind. Und schließlich können auch alle Nutzer der Rikschas dort stolz auf ihre besonderen Fahrzeuge sein. Das beides muss sich also nicht ausschließen.

    Gruß, Lutz.

  9. #29
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    Default Rabatte

    Hallo makk,
    Mir ist noch die Idee Rabattaktionen gekommen. Das mag zwar zwar am Anfang schlimm klingen, weil es erstmal nach weniger Einnahmen klingt. Aber andererseits wird so auch für das Velo geworben. Auch Rabatte von 5-10 % werden schon wahrgenommen und bewegen das sparsame Volk Kaufentschedungen zu treffen. Ich denke dabei nicht an allgemeine Rabattaktionen, sondern an solche für Verbände. ADFC (www.adfc.de bzw. www.adfc-trier.de) und VCD (www.vcd.org bzw. www.vcd.org/rlp) sind 2 Verbände, die eine nachhaltigere Verkehrspolitik unterstützen und denen man sowas für ihre Mitglieder anbieten kann. Funktionieren tut das, indem die Mitglieder bei Fahrtwunsch ihre Mitgliedskarte zeigen und ihnen dann so der nötige Rabatt gewährt wird. Diese Mitglieder sind auch diejenigen Menschen, die man wohl am wahrscheinlichsten für sowas gewinnen kann. Im Gegenzug der Rabattgewährung (der ja auch dem Verein zu gute kommt), darf man vielleicht noch ein schönen Artikel an die Mitgliederzeitschrift des Verbandes schicken.

    Natürlich ist dies auch auf viele andere ökologisch angehauchte Verbände übertragbar, wie z.B. BUND, NABU, oder auch den Vebu (Vegetarierbund). Vom Vebu weiß ich zum Beispiel, dass er so eine Rabattliste hat ->http://cybnet.de/vegetarierbund.de/vegi-card/index.php.

    Nun soweit meine Ideen dazu.
    Gruß, Lutz.

  10. #30
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    Default Besonderheit der Rikscha

    Hallo Lutz,
    genau getroffen.

    Begriffliche Abklärung der Besonderheit

    Außergewöhnlichkeit
    Alltäglichkeit ist zum einen der Feind der Besonderheit aber eben der Besonderheit nur in dem Sinne, dass die Rikschen auf der Strasse nicht mehr als exotisch oder fremd oder unbekannt erscheinen. Der Anblick wirkt dann vertraut und wird nicht mehr extra bemerkt. Ich könnte diesen Teil der Besonderheit auch zum Unterschied : "Außergewöhnlichkeit" nennen.

    Besonderheit
    Die andere Seite der Besonderheit der Rikscha bleibt bestehen, wenn die Rikschen alltäglich werden; diese andere Seite ist ihre Gemütlichkeit, ihre Langsamkeit, ihr besonderes Fahrgefühl, ihre Umweltfreundlichkeit, ihre Wendigkeit im Kurzstreckenbereich der Innenstädte. Oft ist die Rikscha in der Innenstadt auch preisgünstiger als ein anderes alltägliches Beförderungsmittel (auch eine Besonderheit, die bleibt). Besonders ist auch ihre Möglichkeit des Einsatzes, wo sie konkurrenzlos sind, nämlich dort, wo andere Beförderungsmittel ausgeschlossen sind, beispielsweise Fußgängerzone, Radwege, autofreie Zonen.
    Diesen Teil möchte ich weiterhin Besonderheit nennen

    Um im Weiteren bei der Unterscheidung zu bleiben möchte ich die Besonderheit der Rikscha behalten und aber gleichzeitig die Außergewöhnlichkeit abschaffen.

    Außergewöhnlichkeit abschaffen:
    1. NameDabei möchte ich das Wort "Rikscha" möglichst nicht benutzen um auch hier eine Abgrenzung zu dem im Osten gebräuchlichen Namen, der hier mit Ärmlichkeit und unzumutbarer Schwerstarbeit verbunden wird, vorzunehmen. Das soll dazu gut sein den hier gebräuchlichen Begriff möglichst mit Inhalten zu füllen, die positiv bewertet werden. Gut scheint mir der Name Fahrrad-Taxi, weil er hier als etwas zutreffendes erkannt wird und weder Fahrrad noch Taxi negativ belegt sind.
    2. Form
    Die negative Belegung scheint auch mit der Form der Fahrrad-Taxe zu tun zu haben, das entnehme ich der erfolgreicheren runden Form von den Velotaxen. Mag sein, dass wir an den Formen noch Änderungen vornehmen können um eine europäisch akzeptierbare Fahrrad-Taxe zu kreieren. Dabei ist nicht unerheblich auch der Komfort des Fahrers. Wenn ein Schutz der Insassen gegeben ist, dann fragen die Insassen nach einem entsprechenden Schutz für den Fahrer. Auch hier haben die Velotaxen etwas zu bieten.
    3. Kraftaufwand
    In Europa sind die Menschen nicht gewohnt, dass eine Dienstleistung mit Schwerstarbeit verbunden ist. Das mögen die Wenigsten, sich nachsagen zu lassen, jemand hätte sich für sie abgerackert und dann auch noch für geringes Entgelt. Dabei kommen ihnen Hilfsmotoren in den Sinn aber auch eine geeignete Übersetzung. Hilfsmotoren beschwichtigen diesen Teil der unangenehmen Gefühle sofort und endgültig, weil jedem klar ist, dass ein Motor den Fahrermitmenschen entlastet. Auch ein Hinweis auf eine absolut geniale Übersetzung kann hier schon Genüge leisten, wobei in der Praxis dann auch eine absolut geniale Übersetzung vorliegen muss. Auch hier können europäische Fahrrad-Taxen mithalten, wobei ich für meinen Teil die Übersetzung noch für nicht vollständig ausgereift halte. Ich fahre Velocab Taxen. Insbesondere die kleinen Gänge sind meiner Ansicht nach noch zu hoch übersetzt. Der Einsatz einer Dreigang-Kettenschaltung für das Kurbelritzel hat sich wirklich positiv ausgewirkt. Doch kommt es für mein Gefühl noch zu häufig vor, dass ich den 1. Gang wirklich benutzen muss. Praktisch alle Steigungsrouten fahre ich besetzt im 1. Gang. Da gibt es keine Möglichkeit mehr zurückzuschalten. Und für die hintere 8-Gang Kettenschaltung ist der lange Weg der Zugführung ein Problem, das langfristig verbesserungswürdig ist. Die Leichtgängigkeit muss von den Fahrgästen spürbar erlebt werden. Die Fahrzeuge müssen wirklich von nahezu jedermann und -frau gefahren werden können. Das erkennt der Fahrgast daran, dass ein Fahrer oder eine Fahrerin mit einfachen Steigungen so mühelos umgehen kann, dass sie noch während des Fahrens reden können.
    4. Service
    Der Fahrrad-Taxi Dienst muss ein echter Service sein. Dazu gehört, dass man ihn jederzeit in Anspruch nehmen kann. Einzelgängertum und
    Unerreichbarkeit oder zeitliche Beschränkungen und Nichteinhaltung von Terminen gehen zu Lasten des Servicecharakters. Ein Service hat zu funktionieren. Deshalb müssen Angebote auch so definiert werden, dass sie einhaltbar sind und bleiben.

    Bis auf Weiteres
    Gruß Martin.
    Last edited by makk; 19-08-2005 at 20:08. Reason: Erweiterung

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